Diese Seite wurde zuletzt geändert am 10.02.2011

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Groundhopping

 

  

 

 

 

 

 
Das Wort Groundhopping wird weder vom Rechtschreibprogra
mm bei word unterstützt, noch ist es in irgendeinem Fremdwörterlexikon zu finden. Dies könnte sich schnell ändern, denn seit einigen Jahren ist das sammeln von Stadien in Deutschlands Fußballszene sehr populär geworden. Ground ist die Bezeichnung der Engländer für das Stadion, hopping bedeutet hüpfen. Von Stadion zu Stadion hüpfen – für den eingeschworenen Fan eines Vereins nichts ungewöhnliches. Doch wenn´s mal etwas mehr sein soll, als immer nur die gleichen Stadien der Bundesliga zu sehen, die gleiche Atmosphäre aufzusaugen und stets die gleiche Anfahrt zu Auswärtsspielen zu haben, könnte es leicht sein, dass man sich mit dem Virus Groundhopping infiziert hat. Denn jeder der schon mal über die Grenzen des eigenen Vereins weggesehen hat, sei es im Urlaub auf Mallorca ein Spiel von RCD Mallorca gegen FC Barcelona zu sehen oder einen Trend den es schon lange für deutsche Fußballfans gibt – eine Reise zu einem Spiel auf der Insel, weiß wie ansteckend es sein kann andere Vereine, Stadien, Land und Leute kennen zu lernen.

Als richtigen Hopper bezeichnet man sich noch nicht wenn man einmal kurz über die Grenze gefahren ist um ein Heimspiel von Roda Kerkrade zu sehen, oder ein paar Verbandsligisten um die Ecke gesehen hat. Ein Groundhopper ist süchtig nach „grounds“, die er in einer eigenen Statistik zählt. Freitags ein gemütliches Flutlichtspiel in Frankreichs zweiter Liga, Samstags das Länderspiel im Zwergstaat Andorra und auf der Rückfahrt Topspiel in Marseille und UEFA-Pokal spiel in der Schweiz. So sieht ein ganz normales Wochenende aus für einen Fußballverrückten Groundhopper. Selbst Reisen in die entferntesten Ortschaften dieser Welt, nach Färöer oder Feuerland, sind für den erfahrenen Hopper kein Problem. Ein Meisterschaftsspiel beim Georgischen Erstligisten Dinamo Batumi oder von München für 90 Minuten in Niedersächsische Wilhelmshaven, alles kein Problem solange man gut organisiert ist.  

Denn Groundhoppen ist kein Kinderspiel und ein Zuckerschlecken erst recht nicht. Der Groundhopping Informer (www.groundhopping-informer.de) ist das notwendige Hilfswerkzeug für ein jeden Fußballreisenden. Alle europäischen Ligen und viele außereuropäischen Top-divisionen werden in diesem Buch aufgelistet. Verein, Stadion, Kapazität, Anschriften und Kontaktinformationen auf 256 Seiten. Selbst Landkarten sind in diesem Buch zu finden, womit sich jeder Verein auf der Welt spielend lokalisieren lässt. Hier führt jeder Groundhopper z.b. seine Statistik und kreuzt ab, wo er schon gewesen ist. Ein weiteres Hilfsmittel, welches unabdingbar ist für gut organisierte Reisen ist der Europlan. Der Europlan ist ein quartalsmäßig erscheinendes Buch, gespickt mit Spielplänen aus aller Welt. Die VdGD, Vereinigung der Groundhopper Deutschlands, gibt dieses Heft raus. Hier sind die Groundhopper organisiert um Informationen untereinander auszutauschen. Hinein kommt nicht jeder, 300 Stadien in 30 verschiedenen Ländern muss man nachweislich gesehen haben und von einem Mitglied vorgeschlagen werden. Näheres, sowie Spielpläne der Fußballligen online, findet man unter www.europlan-online.de.

 Weite links zum Thema Groundhopping:  

www.europlan-online.de                Seite der Vereinigung der Groundhopper Deutschlands

 www.groundhopping.de                Tagebuch eines Groundhoppers

www.groundhopper.de                  Das Groundhopper Forum

www.stadionwelt.de                     Deutsche Stadionseite mit Fotos und Infos

www.fussballtempel.net                Seite mit über 4.000 Stadionfotos weltweit

www.groundhopping-informer.de   Das Anschriftenverzeichnis des Weltfußballs.

Das Wort Groundhopper setzt sich zusammen aus den beiden Wörtern Ground und Hoppen. Das Schulwörterbuch von Langenscheidt kennt dieses Wort (noch) nicht. Erst gegen Ende der achtziger Jahre ist das Wort bei uns ein Begriff geworden.

Als Ground ist das Stadion eines Fußballvereins und die Umgebung um das Stadion zu bezeichnen. Das Hoppen kann man übersetzen mit hüpfen. Groundhoppen lässt sich also als Stadionhüpfen übersetzen. Ein Groundhopper hüpft von Stadion zu Stadion und sammelt Grounds und Länderpunkte. Einen Länderpunkt gibt's, wenn man zum ersten Mal in einem Land ein Spiel miterlebt (s. auch:
Wann zählt ein Ground).

Es war Ende der Achtziger Jahre, als immer mehr Groundhopper ins Ausland fuhren. Für viele war die WM 1990 in Italien der Auslöser, sich vermehrt Spiele im Ausland anzuschauen. Einen großen Schub erhielt die Bewegung dann durch die Bildung von Organisationen. Diese dienten dem Austausch von Infos und der Organisation von gemeinsamen Fahrten.

In der Mitte der 70er Jahre wurde in England der Club 92 geboren. Die Krawatte dieses Clubs erhält, wer sämtliche Stadien der 4 höchsten englischen Ligen besucht hat (das sind 92 Stadien). Club 92 Mitglied Ken Ferris schaffte in der Saison 1994/95 alle 92 Grounds in 237 Tagen und erhielt so gar einen Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde.

Auf der Insel besteht zusätzlich noch der Club 38. Deren Mitglieder haben alle Schottischen Liga Grounds "gemacht".

In Deutschland gibt es seit 1992 die Vereinigung der Groundhopper Deutschlands (V.d.G.D.). Diese Vereinigung zählt 74 Mitglieder. Die wichtigste Voraussetzung um bei der V.d.G.D Mitglied zu werden ist, dass der Bewerber mindestens 100 Grounds und 10 Länderpunkte verzeichnen kann. Über die tatsächliche Aufnahme wird dann unter den Mitgliedern abgestimmt und die Aufnahme erfolgt bei einem Spiel im Ausland.

Je nach dem wie viele Stadien und Länderpunkte ein  Hopper schon gesammelt hat, lassen sich verschiedene Hoppertypen unterscheiden. Es gibt den Junior-Hopper, der fünf Länderpunkte und 50 Grounds hat, den Ground-Hopper mit zehn Länderpunkten und 100 Grounds. Und zuletzt den Profi-Hopper, der 20 Länderpunkte und 200 Grounds auf dem Konto hat.

Zusätzlich gibt es noch die Unterscheidung nach dem geographischen "Tätigkeitsbereich". Der Alpenhopper ist vornehmlich in den Alpen, der Insel-Hopper auf der britischen Insel und der Euro-Hopper in ganz Europa unterwegs. Diese Bezeichnungen ließen sich ins unermessliche ausdifferenzieren. So wäre z.B. noch ein Asien- oder Nordamerika-Hopper denkbar.

Dann gibt es die Hopper die grundsätzlich alleine unterwegs sind, die Einzelgänger und diejenigen, die sich lieber in Gruppen ihrem Hobby widmen.

Definition Hopping

Das Wort Groundhopper lässt sich als Stadionhüpfen übersetzen und ist erst gegen Ende der achtziger Jahre bei uns ein Begriff geworden. Als Ground ist das Stadion eines Fußballvereins zu bezeichnen. Ein Groundhopper hüpft von Stadion zu Stadion und sammelt Grounds und Länderpunkte. Einen Länderpunkt gibt's, wenn man zum ersten Mal in einem Land ein Spiel miterlebt.

Es war Ende der Achtziger Jahre, als immer mehr Groundhopper ins Ausland fuhren. Für viele war die WM 1990 in Italien der Auslöser, sich vermehrt Spiele im Ausland anzuschauen. Einen großen Schub erhielt die Bewegung dann durch die Bildung von Organisationen. Diese dienten dem Austausch von Infos und der Organisation von gemeinsamen Fahrten.

In der Mitte der 70er Jahre wurde in England der Club 92 geboren. Die Krawatte dieses Clubs erhält, wer sämtliche Stadien der 4 höchsten englischen Ligen besucht hat (das sind 92 Stadien). Club 92 Mitglied Ken Ferris schaffte in der Saison 1994/95 alle 92 Grounds in 237 Tagen und erhielt so gar einen Eintrag ins Guiness Buch der Rekorde. Auf der Insel besteht zusätzlich noch der Club 38. Deren Mitglieder haben alle Schottischen Liga Grounds "gemacht".

In Deutschland gibt es seit 1992 die Vereinigung der Groundhopper Deutschlands (V.d.G.D.). Diese Vereinigung zählt 74 Mitglieder. Die wichtigste Voraussetzung um bei der V.d.G.D Mitglied zu werden ist, dass der Bewerber mindestens 100 Grounds und 10 Länderpunkte verzeichnen kann. Über die tatsächliche Aufnahme wird dann unter den Mitgliedern abgestimmt und die Aufnahme erfolgt bei einem Spiel im Ausland.

Die Crazy Guys im Hopping

Länderpunkte König Carlos "Fari" Farsang:
Fari stand 1999 bei 90 Länderpunkten und 96 bereisten Ländern. Einer seiner Rekorde sieht so aus: Neun Spiele in sechs Tagen in sieben verschiedenen Ländern. Um seine Reisen zu finanzieren nimmt er auch im Ausland arbeiten an, oder verdient sein Geld als Straßenkünstler, mit seiner Bauchrednerpuppe Casanova. Dies brachte ihn sogar mal auf das Titelbild einer Zeitung Guatemalas. Falls das Geld mal knapp wird, oder das Stadion schon voll ist, springt er auch mal über ein Drehkreuz und verschwindet in den Fans. Doch selbst Fari soll bei der WM 98 mal der Eingang ins Stadion verschlossen gewesen sein.

Grounds König Karl-Heinz Stein:
Karl-Heinz hat über 6000 Grounds auf seinem "Konto". Dazu ist er der erste Nichtbrite, der die alle 92 Stadien des Club 92 (s. Geschichte) besucht hat. Mitglied des Clubs ist er jedoch nicht. Sein Motto zum Groundhoppen: "Das Ziel ist das Spiel, die Grundidee ist Spaß zu haben."

Englischer Groundhopper Extrakrank:
Das schlimmste für einen Hopper ist vor geschlossenen Toren zu stehen — Spiel abgesagt!!! Ganz anders sieht dies ein englischer Hopper. Dieser sucht Grounds auf, wenn dort Spiele vorher schon abgesagt wurden. Er will damit den Spielausfall vor Ort bestätigt sehen.

Kopfball-Hopper (in England):
Bekanntlich wurden in den englischen Stadien die Zäune abgebaut. Dies hat einige Hopper auf eine Idee gebracht. Sie zählen die Grounds, bei welchen sie es geschafft haben einen Ball, der in die Zuschauer flog, wieder mit dem Ball ins Feld zurückzuköpfen.
siehe dazu: Heinisch: Abenteuer Groundhopping, 2000 AGON Sportverla

(Beitrag von Oliver Leisner)

 

 

 

 

 



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